South Island und deutsche Deutsche

Hallo meine spassigen Spassvögel

Wie geht’s wie steht’s im schönen Schweizerkäsekuchenland? Endlich habe ich mich wieder zusammengerissen und mir gesagt: „So Steffi, get over yourself and get that friggin‘ blogpost done!“ Und so bin ich also schon wieder hier.
Wie die meisten von Euch wahrscheinlich schon wissen (irgendwie hat mein Blog bald gar keinen Sinn mehr, weil Ihr sowieso schon immer alls im Voraus wisst 😦 ) war ich Ende Januar auf einer 10-tägigen Südinseltour mit anderen Austauschstudenten, aus allen Ecken Deutschlands. (Ich hätte ja ‚aus aller Welt‘ geschrieben, aber das hätte einfach nicht der Wahrheit entsprochen).
Es gibt so viel zu erzählen, aber irgendwie doch nicht, weil ich Euch weder von wässrigen Wasserfällen, noch pancakeigen Pancake Rocks erzählen kann, weil das einfach nur zum Hinsterben wär. Doch dann wiederum, weiss ich nicht WAS ich erzählen kann, weil das spannendste, dass ich in den zehn Tagen in mein Tagebuch geschrieben habe war, dass ich Äpfel gekauft habe, obwohl wir jeden Tag Äpfel zum Zvieri bekommen haben. Die Deutschen waren richtig deutsch und sowieso konnte man auf der ganzen Tour keinen Schritt gehen, ohne gleich von 10 Deutschen umzingelt zu sein. Befindet man sich doch ungefähr 18’000km von Deutschland entfernt und trotzdem hört man sämtliche deutschen Akzente auf einmal. Irgendwie habe ich mich schon daran gewöhnt, aber es ist trotzdem nervig, wenn die sich weigern mit mir Englisch zu reden, nur weil sie wissen, dass ich Deutsch sprechen kann! Ich habe mich mindestens 200 mal am Tag gefragt, ob die sich nicht gegenseitig nervig finden? Aber bevor ich mich nicht mehr begütigen kann wechseln wir besser wieder zum eigentlichen Thema, dieses Blogposts. Die Südinseltour…

Tag #1
Wellington-Picton-Kaikoura
Nachdem wir alle eine eher mässig aufregende ‚Kennenlern‘ Nacht in einem Youth Hostel in Wellington verbracht haben, hatten wir am nächsten regnerischen Morgen Zeit Wellington zu erkunden, bevor wir dann um 1p.m. die Interislander Ferry boardeten. Die Schifffahrt war stürmig und ich wurde fast weggeblasen auf dem Deck, als ich versucht hab ein paar Fotos zu schiessen. :/ Wir kamen nach mehr als 3h, um ungefähr 5.p.m. in Picton an und mussten dann gleich weiter mit dem Car nach Kaikoura, wo das Wetter genau richtig war für ein härziges BBQ beim Pool. Nachdem die Deutschen ein riesen Drama um eine wasserfeste Kamera im Pool gemacht hatten und schlussendlich doch so schlau waren um rauszufinden, dass wasserfest heisst, dass die Kamera im Wasser überlebt, konnten wir dann auch unser Essen und den Sonnenuntergang geniessen.

Tag #2
Kaikoura-Nelson
Aufstehen in aller Herrgottsfrühe (an diesem Tag habe ich noch geglaubt 5:30 sei früh, aber wie sich später herausstellte, bedeutet 6:00 fast schon ausschlafen) ist einfach nicht so mein Ding..Aber schliesslich habe ich mir das selber eingebrockt, indem ich mich am Tag davor für ’swimming with wild seals‘ eingetragen habe und das erlebt man ja auch nicht jeden Tag, ausser man hat wilde Seelöwen zuhause in der Badewanne (was ja sowieso jeder hat..pf) , was aber bedeuten würde, dass sie nicht mehr wild sind und deshalb sind sie ja nicht wild… Das schnorcheln war wundertoll. Und alles wunderbar und ich habe sogar einen wunderbaren Seelöwen berührt. Sie sind irgendwie richtig glitschig gruusig, aber doch weich, weil das Seelöwen mit Fell waren (da gibt es ja irgendwie verschiedene und irgendwie schwimmen die auch anders) :O Ahhhhhhh…. wie haben sogar die Babies gesehen, die gerade angefangen hatten schwimmen zu lernen. Saaaaaah süss 😀 Nach dem aufregenden Morgen carten wir dann bei strömendem Regen nach Nelson. Übrigens war das der Tag, an dem ich in mein Tagebuch geschrieben habe, dass ich Äpfel gekauft habe im Supermarket, obwohl wir jeden Tag Äpfel im Bus bekommen. Was für eine Geldverschwendung…ZZZZ Dann hab ich noch geschrieben: I’m so smart!

Tag#3
Nelson
Ich glaube dieser Tag war so ziemlich der dümmste Tag auf der ganzen Tour. Uns wurde zwar erlaubt bis um 11 Uhr im Bett zu bleiben, aufgrund strömender Regenfälle (ich wollte das Wort schon immer mal benutzen…es lässt mich irgendwie so schön meteorologisch klingen), aber ich versuchte den ganzen Tag irgendwie meine Äpfel loszuwerden, bevor sie eklig gruusig und braun wurden. Dass wir Kayaking, Skydiving und Hiking im Abel Tasman absagen mussten und anstatt dessen ins WOW Museum gingen und im Sport Centre 10-pin bowling und Fussball gespielt haben, hilf auch nicht viel dabei uns irgendwie bei Laune zu halten. FÖÖÖÖÖN!

Tag#4 
Nelson-Franz Josef
In dieser Nacht haben wir uns alle mental, physisch und foodish auf einen 9 Stunden Bus-Trip nach Franz Josef vorbereitet. Grauenhaft sag ich Euch. Und noch immer regnete es aus allen Kübeln…Glücklicherweise hat unsere Busfahrerin Karen hin und wieder ein paar Stops eingelegt, um WC’s und andere schöne Dinge zu sehen. Wie zum Beispiel die Pancake Rocks oder das härzig kleine Städtchen Hokitika, wo wir eine Jade-Fabrik besuchten. Nachdem wir in Franz Josef ankamen hatten wir endlich mal ein bisschen Freizeit. Deshalb beschlossen meine Schweizer Freunde und ich (Nein, wir haben nicht Schweizerdeutsch geredet!) beschlossen mal das Stadtzentrum und den 4Square Supermarket unsicher zu machen und uns was zum Znacht zu besorgen. Nach dem gemütlichen Znacht im Supermarket sind wir mit der ganzen Gruppe zu den Hotpools gleich neben dem Hotel und haben erstmal herrlich gechillt..yoyoyo!

Tag#5
Franz Josef-Wanaka
Am nächsten Morgen war das Wetter zum ersten Mal fantastico! Der liebe Wetter Gott hats also doch gut gemeint mit uns. Passend zu Mami’s Geburtstag ❤ Dank der sonnigen Sonne konnten wir in Franz Josef auf den gleichnamigen Gletscher. Aber nachdem unsere Busfahrerin uns auf dem Weg mit nicht so angemessenen Geschichtli von auf dem Gletscher zu Tode gekommenen Jugendlichen zugedeckt hatte, war uns irgendwie allen nicht mehr so geheuer und wir waren schnell wieder zurück im Car. :/ NAchdem wir Skydiven im Abel Tasman absagen mussten, war die Stimmung sowieso schon nicht-so-lässig und noch nicht mal er 6 Stündige ‚Lord of the Rings‘ Marathon konnte uns aufheitern.
In Wanaka besuchten wir Puzzle World…für ungefähr 10min, danach fuhren einige von uns mit dem Minivan ins Skydiveing Centre irgendwo im Gugus ussen. Genau dann müssen natürlich die Wölckchen so ganz unschuldig wieder aufkreuzen und alles verdreckeln..Grrrrrr -.- Schon wieder mussten wir Skydiven absagen!

Tag#6
Wanaka-Te Anau
Nur schon der Fakt, dass wir um 4.00 aufstehen mussten hat meinen Tag irgendwie ruiniert (Ich habe ernsthaft zuerst ‚uriniert‘ geschrieben, aber doch noch rechtzeitig gemerkt, dass das irgendwie das falsche Wort ist…I have a feeling that I’m gonna suck so bad in German next year. I feel so sorry for my teacher)
But anyways (Ich fühle mich grad wie mein Papi am Telefon (oder Telefönli 1 und Telefönli 2, wie er unsere Telefons genannt hat), weil er immer ‚but anyways‘ sagt. Uninteressante Zwischeninfo). Wir mussten also immer noch um 4.00 Uhr aufstehen, damit wir um 14.00 Uhr rechtzeitig die Fähre in den Milford Sounds erwischten. Wir schifften durch das Fiordland (New Zealand’s biggest National Park) und wieder einmal hat das Wetter gemacht was es will (Dabei war es noch nicht mal April -.-) You suck Wettergott! Krieg mal deine Stimmungsschwankungen in den Griff! Nach der Schifffahrt (Woahw das Wort hat 3 f’s. :O SchiFFFahrt :O) fuhren wir zu unserer Accomodation in Te Anau. Und vorüber war das Tägle.

Tag#7
Te Anau-Queenstown
Endlich endlich endlich konnten wir wiedermal (für die Verhältnisse auf der Tour) ausschlafen. Wir mussten erst um 6:45 Uhr aufstehen. Booom! Das boostet doch meine Laune gleich ein winzig kleines bisschen. 😉 Wir fuhren zur Bungy Bridge, wo der Bungee erfunden wurde, aber es war zu windig und wir mussten das Ganze abbrechen. Don’t we all just love that weather?
Als wir in Frankton ankamen, war das Wetter glücklicherweise wieder etwas besser und wir genossen ein herrliches Stückchen Fudge mit Aussicht auf einen Teil des ‚Lord of the Rings‘ Set. Gegen 15.00 Uhr erreichten wir dann endlich wonderful Queenstwon! Die Gondel und der Luge Ride waren ziemlich cool und die Aussicht war AMAZEBALLS! Yup that’s it!

Tag#8
Queenstwon
Finally, finally, finally we got the chance to drive back to Wanaka for the Skydive, which meant getting up at 5.00 a.m. (Ok, ich denke ich sollte meinen Blog bald auf English weiterführen, weil ich sowieso immer alles zuerst in Englisch denke und danach 5min. brauche um einen gescheiten (naja das gescheit lässt sich bestreiten) Satz auf Deutsch hinzubangen!) Aber Englisch hin oder her, das Fallschirmspringen war unbeschreiblich. Ich hab mich erstmal gar nicht mehr eingekriegt! :O :O :O In den ungefähr 15min des Geschehens schwankten meine Gefühle von: OMG, I’m gonna die..get me out of here! zu : Again‘ Again!!!! und nach der Landung waren meine Finger tiefgefroren und meine Beine schwabellig wie Wackelpudding auf der Achtibahn. BOOM BOOM BOOM Yeah!!! Mhm!!! Als wir zurück in Queenstown waren, hatten wir Freizeit, da jeder irgendwie, irgendwo, irgendwann eine andere Aktivität geplant hatte. Zum Znacht assen wir einen der berühmten Fergburgers auf dem Rugby Feld. Ich lernte wie man Touch spielt und einen Frisbee richtig wirft. Yep, I’m pro now, also nehmt Euch in Acht! Definitely the best day of the tour.

Tag#9
Queenstwon-Christchurch
Wir fuhren von Queenstwon nach Christchurch und beendeten unseren Herr der Ringe Marathon im Car. Wir stoppten bei Mrs. Jones Fruitmarket, wo ich das leckerste Frischefrüchte Glacé meines Lebens gegessen habe. Wir legten auch einen Zwischenstop bei Mt. Cook und Lake Tekapo ein. Lake Tekapo ist blauer als das blauste Blau, das ihr jemals gesehen habt und jemals sehen werdet!!!! :O Most beautiful scenery ever…(es war fast wie Apfel-Zimt Tee, Weihnachten und Pillow Pets auf einmal!) I ❤ NZ
Am letzten Abend hatten wir eine kleine ‚Party‘ pahahahaha…bei der jeder eine Urkunde bekommen hat und einige auch ein Geschenkli. Ich habe den ultimativen Preis bekommen: Ein Greenstone Ketteli von der Jade Fabrik in Hokitika. Ich zitiere: „Just for being an awesome, friendly and enthusiastic person, with a very cheerful smile!“ 😉

Tag#10 
Christchurch-Palmerston North
Ausser früh aufstehen, Koffer packen, 5 Stunden am Flughafen umengammeln, ins Flugi sitzen, schlafen, aus dem Flugi steigen, 1Stunde in Palmy auf Robin warten, nach Hause chauffiert werden und nochmals schlafen, habe ich an dem Tag nicht viel gemacht. So….yep, that’s it!

See ya later wenn es wieder heisst: FUN TIMES WITH STEFFI !!!! NOOOT!!
*muah*

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4 Gedanken zu “South Island und deutsche Deutsche

  1. hi steffi – mich beim lesen köstlich amüsiert. eine arbeitskollegin war den ganzen februar in neuseeland unterwegs und von ihr habe ich teilweise fast deckungsgleiche aussagen mitbekommen. vom blauen see über deutsche touris bis zum wetter. einzelne bilder wurden vom fast gleichen standort aus gemacht – unbelievable!!! was seafood angeht: hätte gerne mit dir getauscht – was gibts besseres :)! fallschirm ist ein tolles, unvergessliches abenteuer. bei meinem absprung warst du noch nicht mal auf der welt – wuäääää, bin ich schon alt, sniff 😦 …
    wetterkapriolen kennen wir auch. der frühling will sich einfach nicht recht – und schon gar nicht freundlich – zeigen. sonne und wärme WILL. genau.
    enjoy your time.
    jrene, dein blog-groupie 🙂

    • Jrene, was für ein Zufall 😀 Sie hat es bestimmt mega genossen. Das Wetter war ja super im Februar. Anscheinend einer der schönsten Sommer in den letzten 20 Jahren…Die Bauern haben schon reklamiert, weil der Regen einfach nicht so recht wollte und alles ausgedörrt ist. :S Naja Bauern hin oder her, danke für deinen Kommentar…It is very much appreciated, da ich selten Rückmeldungen für meinen Blog bekomme 😉 Ein grosses MERCI
      Lots of Love from still sunny and hot Aotearoa
      Steffi ❤

  2. Hoi Steffi, isch wieder en super Bricht gsi, es macht Spass, das z’Läse. Gnüss es wieter so und dänke a euis. Scho bald isch die Ziit ume und dänn hämmer dich wieder da. Tuusig Grüess, Götti

    • Hoi Götti
      Danke tuusig ❤ ich channs chum erwarte, euch wieder mal so richtig z knuddle, will ich vermiss euch nämli. Alles alles alles alles Liebe und 100000000 küssli
      Steffi ❤

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