The Kite Runner und die Angst vorm Essen

“A boy who won’t stand up for himself becomes a man who can’t stand up to anything.”

Ich lese im Moment gerade dieses echt wunderbare Buch The Kite Runner für die Schule. Ich empfehle Euch schwerstens es zu lesen. Ich war schon nach der ersten Seite gefesselt. Meine Therapeutin hat mir gesagt, dass man in der Regel nur Bücher liest, die in einem Emotionen auslösen, ansonsten fände man das Buch ja unspannend und würde es gleich wieder weglegen. Ich habe mich bisher noch nie wirklich darauf geachtet, was Bücher in mir für Emotionen auslösen. Es war immer entweder so, dass ich das Buch spannend fand und nicht mal 12 Elefanten mich davon loskriegten, oder ich das Buch zum Einschlafen langweilig fand und schon nach der ersten Seite mit den Gedanken abgeschweift war. Aber The Kite Runner ist definitiv ein Buch zum Verschlingen und wenn ich es mir so überlege, dann macht es mich tatsächlich auch traurig. Nicht nur die Kriegssituation in Afghanistan, sondern auch Amirs Situation macht mich traurig, weil ich seine Gefühle so gut nachvollziehen kann. Andauernd wird er von seinen Mitschülern umher geschubst, ausgelacht und gehänselt. Denkt jetzt nicht ich werde in der Schule gemobbt! Ganz im Gegenteil, ich habe eine wundervolle, sehr hilfsbereite Klasse. Aber genau wie Amir, weiss ich manchmal nicht, wie ich mich wehren oder für mich und meine Meinung einstehen soll. Ich glaube ich habe vor allem Angst vor Zurückweisung und Ablehnung und davor, dass Leute mich plötzlich nicht mehr mögen könnten.
Genau diese Angst ist es auch, die ich beim Essen spüre. Natürlich habe ich nicht Angst davor, dass mein Abendessen mich zurückweist oder mir einen Korb gibt (das wär ja bescheuert), aber ich habe genau diese panische Angst davor. Genau wie allen andern um mich herum ist auch mir diese Angst vor dem Essen unerklärlich.  Meine Therapeutin hat gemeint, dass es im Leben von jedem Menschen so eine Angst gibt, die das Gewissen so sehr in Besitz nimmt. Jedoch ist diese Angst in den meisten Fällen vermeidbar und tritt nicht unbedingt im alltäglichen Leben auf. Ein Beispiel dafür wäre Höhenangst. Wenn ich Höhenangst habe dann fahre ich halt in den Ferien nicht in die Berge sondern ans Meer. Genau weil viele Leute diese Angst nicht so präsent in ihrem Alltag spüren, können sie mir auch nicht glauben, dass ich solch eine Angst vor dem Essen habe. Aber das Gefühl dieser besitzergreifenden Angst hatte bestimmt jeder schon einmal in seinem Leben. So hast mir auf jeden Fall die Therapeutin erklärt und irgendwie klingts logisch. Nicht?

Poulet mit Orangen und Ingwer

Für 4 Personen

Zutaten

4 Pouletschenkel
1 EL Salz
40g Ingwer
2 Orangen
6 EL flüssiger Honig
3 EL Olivenöl
5 Wachholderbeeren

Zubereitung

1. Die Pouletschenkel abspülen, trockentupfen und mit dem Salz einreiben, in einem Gefrierbeutel 30Min kühlstellen.
2. In der Zwischenzeit den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Die Orangen heiss abwaschen, eine Orange auspressen, die andere in Scheiben schneiden.
3. Von dem Orangensaft 4EL abmessen und gemeinsam mit dem Öl und Honig zu den Pouletschenkel in den Beutel geben. Die Wacholderbeeren im Mörser andrücken und ebenfalls zugeben. Im geschlossenen Gefrierbeutel gut durchkneten und nochmals 30Min kühl gestellt marinieren.
4. Den Ofen auf 200°C Ober- / Unterhitze vorheizen.
5. Pouletschenkel samt Marinade in die Auflaufform legen, die Orangenscheiben und den Ingwer darauf verteilen und auf der mittleren Schiene ca. 35Min garen.

Obwohl ich nicht viel vom Poulet gegessen habe, fand ich dass es wunderbar geschmeckt hat, besonders auch die gebackenen Orangen und der Ingwer. Nur schon der Duft, als wir die Auflaufform aus dem Backofen nahmen war supiiii. Ich finde, dass Reis ganz gut dazu passen würde aber wir haben das ganze mit gewürzten Country Fries gegessen. Yum. War gut!

Bis bald
Steffi

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Ein Gedanke zu “The Kite Runner und die Angst vorm Essen

  1. Liebe Steffi
    Danke dir fürs Feedback – freut mich sehr, wenn ich dich mit einem Tipp oder ehrlichen Kommentaren etwas unterstützen kann.
    Bin im Grunde eine ebensolche Leseratte. So gut es die Zeit zulässt, verschlinge ich immer mal wieder ein paar Bücher. Und auch bei mir ist es so: entweder es passt und ich lege das Teil kaum vor der letzten Seite weg oder ich lege es zur Seite und lasse es verstauben.
    Deine Therapeutin hat absolut recht, jeder wird irgendwann (oder auch immer mal wieder) von Ängsten geplagt. Über Verlustängste, Flugangst, Prüfungsangst, Spinnenphobien… und auch denen kann man nicht immer ausweichen – Höhenangst schon eher. Deine Angst vor Zurückweisung und Ablehnung kennt absolut jeder – natürlich nur, wenn er/sie auch ehrlich ist. Diese Angst begleitet ab einem gewissen Alter (das zumindest ist ein Vorteil des älter werdens 😋) nicht tagtäglich, aber in gewissen Momenten kommen Zweifel und Unsicherheiten auf. Erfahrung lernt einen, damit besser umzugehen. Wichtig ist, Mut und Zuversicht nicht zu verlieren. Klingt vielleicht doof, ist aber so: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wenn du heute etwas ausprobierst, damit auf positive Resonanz stösst, hast du morgen schon etwas mehr Erfahrung, auf die du vertrauen kannst und die dir ein gutes Gefühl geben. Absolut jeder hat Stärken und Schwächen. Jeder hat das Recht, Fehler zu machen und nicht jeder Versuch gelingt. Du bist eine tolle Person. Gib nicht auf. Genauso wie du zweifle auch ich in gewissen Situationen und habe meine Ängste. Das gehört zu jedem Menschen. Und macht so wunderbar liebenswert💖.
    Danke fürs Rezept – Orangen & Ingwer mag ich sehr. Werde ich gerne ausprobieren.
    Alles Liebe & gaaanz viel Kraft.
    Herzlich, Jrene

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