Delicious Dal

Vor etwas mehr als einem Jahr war ich zum ersten mal in meinem Leben in einem indischen Restaurant. Und wow! Ich habe es geliebt. Bevor ich nach Neuseeland ging, war ich ja nie so wild darauf „fremdes“ essen zu probieren, aber meine Gastfamilie hat mir da echt ein bisschen die Augen geöffnet. Es gibt so viele tolle fremdländische Gerichte, die ich unbedingt auch mal nachkochen möchte. Zu diesen Gerichten gehörte eben auch dieses indische Dal, welches ich im Restaurant da gegessen hatte. Wir waren gerade auf unserer Nordinseltour und hatten uns zum Abendessen für das indische Restaurant entschieden. Mein Gastbruder James musste natürlich wieder mal beweisen, wie hart er ist und wie erfahren er in Sachen Curries ist und hat sich gleich mal das superschärfste aller Curries bestellt, was er nach den ersten paar Bissen definitiv bereute, da bin ich mir sicher! Er glühte wie eine Tomate mit Sonnenbrand und schwamm fast in seinem eigenen Salzwasser. Igitt Igitt. Aber das war mir ja dann auch egal, weil ich dieses wunderbar milde Dal vor mir stehen hatte und ich vor lauter guten Düften erst mal gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte zu essen. Als ichs  dann doch irgendwie geschafft hatte, konnte ich nicht genug davon kriegen und hätte mir am liebsten gleich 3 mal nachbestellt.

Letzte Woche hatte ich dann die gaaaaaanze Zeit Lust auf genau dieses Dal. Also habe ich am Wochenende beschlossen mich selbst daran zu versuchen. Und ich finde es ist mir noch nicht mal sooooo schlecht gelungen. Für meinen Geschmack hat die Schärfe irgendwie ein bisschen gefehlt, was vielleicht daran lag, dass ich nur eine Chilli reingemacht habe. Nächstes Mal werde ich bestimmt ein bisschen mehr Pep reinbringen. Von den Gewürzen her fand ichs aber super. Ein Dal ist übrigens ein Gericht bestehend aus Hülsenfrüchten, meistens Linsen, die zu einer Art Brei zerkocht werden und mit Gewürzen, wie Kreuzkümmel, Ingwer, Koriander, Zwiebeln, Kurkuma, Knoblauch und Chilis kräftig gewürzt werden. Yum Yum Yum. Das Dal habe ich mit Nature Joghurt und Naan (indischem Brot) serviert. Meine Fotos sind leider nicht so gut, weil ich es hasse mit künstlichem Licht zu fotografieren… geschmeckt hats trotzdem!

Übrigens hatte ich heute das Gespräch bei einer Klinik für Essstörungen in Zürich. Es war sehr tränenreich, aber ich habe auch gemerkt, dass ich einfach nicht mehr glücklich bin und die Hilfe wirklich brauche und auch möchte, da ich ja sehe, dass auch meine Eltern und mein ganzes Umfeld einfach nicht mehr weiter wissen. Nach dem Gespräch durfte ich mir dann die Abteilung gleich mal anschauen. Die Patientinnen sind alle super nett und die Atmosphäre ist sehr familiär. Die Räume sind klein und übersichtlich, aber sehr heimelig. Leider haben sie mir aber gesagt, dass ich voraussichtlich erst im März eintreten kann, was irgendwie noch eine Eeeeeewigkeit entfernt ist… Aber wir werden sehen, vielleicht klappts ja auch schon früher. Drückt mir die Daumen!

Masur Dal (Rote Linsen)

für 4-5 Personen

300g rote Linsen
250 ml Kokosmilch
die Hälfte einer grossen Dose Pellati (Tomaten in Stücken)
200 ml Wasser
2 EL Kreuzkümmel
2 TL Kurkuma
1-1/2 TL Harissa oder auch Garam Massala
3 gewürfelte Zwiebeln
3 gepresste Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer, ca. 2 cm lang, fein gewürfelt
1 Chilli (definitiv mehr verwenden!)
1/2 Zucchetti in Stücken
1/2 Aubergine in Stücken
1 Dose Kichererbsen
2 EL Salz
2TL brauner Zucker
Saft einer Limette
1 Bund Koriander
Nature Joghurt
Naan Brot
Rindsfleisch (kann aber auch weggelassen werden)
Ghee oder Butter

Das Ghee oder den Butter in einer grossen Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln, den Knoblauch, Ingwer und alle Gewürze, ausser Salz und Zucker darin anschwitzen. Unter ständigem Rühren die Linsen hinzufügen und kurz mitschwitzen. Mit den Pellati und der Kokosmilch ablöschen und die Zucchetti, Kichererbsen und Aubergine hinzugeben. 15- 20 Minuten köcheln lassen und evtl. ein bisschen Wasser hinzufügen. Es soll ein matschiger Brei entstehen.

Unterdessen in einer separaten Pfanne ein wenig Ghee erhitzen und das Rindfleisch anbraten. Achtung, Rindfleisch wird sehr schnell zäh. Also wirklich nur kurz anbraten, bis das Fleisch schön braun ist.

Es ist wichtig, dass man das Salz erst am Ende der Kochzeit zum Dal hinzugibt, weil sonst die Linsen nicht gar werden. Zum Schluss mit Zucker und Limettensaft abschmecken, das Rindfleisch hinzugeben und mit Joghurt und Naan servieren. Ich habe noch mit Koriander dekoriert.

Einen guten Appetit und bis bald

Steffi

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5 Gedanken zu “Delicious Dal

  1. liebe steffi
    danke fürs feine rezept, den klaren beschrieb und die leckeren fotis. toll :-)!
    drücke von ganzem herzen alle daumen dieser welt.
    mit den allerbesten wünschen
    jrene

  2. Pingback: Reispapierrollen mit Tofu | Steffi's

  3. Hoi Steffi
    Sind auch wieder aus den Ferien zurück. War wunderschön, hab fest an Dich gedacht, da hätte es Dir sicher auch gefallen. Zuerst brauchst Du aber, wie ich höre, noch immer unendlich viel Geduld – (ein Wort, das man am liebsten streichen würde, gell). Ich heb fest den Daumen, dass es endlich, endlich klappt.
    Und Dein Dal Rezept erinnert mich an meine Zeit damals in Australien, als ich bei meinem Götti Bruno und seiner Familie gelebt habe. Silv hat während dieser 2 Monate sicher 3 Mal Dal gekocht und ich habe es absolut geliebt !!! Bin sogar dann mit dem Rezept in der Tasche weggezogen, in der festen Ueberzeugung dieses Gericht unbedingt nachzukochen. Wie Du Dir ja aber vorstellen kannst, hab ich’s bis heute nicht geschafft – was sich jetzt aber, mit Deinem Rezept, garantiert ändern wird, versprochen…..

    Mach’s gut und bis bald
    ha di ganz fescht gärn und schick der än liäbe Gruss und än Umarmig
    Dany

    • Hoi Dany
      Schön (für euch vielleicht weniger 😉 ), dass ihr wieder Zuhause seid und eure Zeit in Thailand genossen habt. Mami und ich haben auch oft an euch gedacht und uns vorgestellt wie ihr jetzt gemütlich am Strand in einer Hängematte vor euch hin brutzelt. Da wurden wir doch glatt ein bisschen neidisch 😉
      Es freut mich zu hören, dass dir von meinem Dal schöne Erinnerungen kommen und bin gespannt zu hören, wie es dir dann geschmeckt hat, falls du tatsächlich mal dazu kommst es zu kochen 🙂

      Ich habe euch ganz fest lieb
      Dicke Knuddle zrug und bis bald
      Steffi
      Ps: Ich bin immer noch voll „in love“ mit deinem Tee 😉

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